10.03.2016

LGT Medienpreis 2016 geht an Michael Ortner

25. Februar 2016

Drei junge WirtschaftsjournalistInnen wurden für ihre herausragenden Beiträge am 24. Februar anlässlich einer Veranstaltung im Stadtpalais Liechtenstein in Wien mit dem LGT Medienpreis 2016 für hochwertige Wirtschaftsberichterstattung ausgezeichnet. Der Siegerpreis und die zwei Anerkennungspreise wurden von S.D. Prinz Philipp von und zu Liechtenstein verliehen.

Die Siegertrophäe ging an Michael Ortner für den am 13. August 2015 im Format Online publizierten Beitrag "Airbnb: Vermieter im Visier der Finanz". Umfassend beschäftigt sich der Autor, der zum Magazin Trend wechselte, mit den steuerlichen Aspekten, die die Tätigkeit der Internetplattform Airbnb aufwirft. Hoteliers, auch in Österreich, und den Finanzbehörden ist das weltweit präsente milliardenschwere Unternehmen ein Dorn im Auge. Streitpunkte bilden die kommerzielle Nutzung von Wohnraum, die Umgehung von Steuerzahlungen, weil Vermieter mit ihren Quartieren teils über 4000 Euro pro Monat lukrieren und, last but not least das Gewerberecht. Die Jury würdigte den Beitrag als jenen mit der besten Themenaufbereitung im Wettbewerbszeitraum 1. Jänner 2015 bis 14. November 2015: er ist journalistisch hervorragend ausgeführt, bietet eine umfassende Darstellung und analysiert insbesondere den Umstand, dass neue Wirtschaftsformen der traditionellen Wirtschaft massives Kopfzerbrechen bereiten, aber auch völlig neue Einkommenschancen bieten, deren steuerliche Erfassung den Finanzbehörden große Probleme bereitet.

Der erste Anerkennungspreis ging an Mirijana Miljkovic - wirtschaftsblatt.at. Unter der Schlagzeile "Chinas Investitionen in Osteuropa" reichte sie eine umfassende, ausgezeichnet recherchierte Zusammenfassung über das neue Engagement chinesischer Investoren in den Staaten Mittel- und Osteuropas zum LGT Medienpreis ein. Diese Region war, so die Autorin, zwei Jahrzehnte lang der natürliche Hinterhof des Investorentrosses aus dem Westen, insbesondere auch aus Österreich. Nun haben chinesische Investoren diesen Markt für sich entdeckt und lassen die alte „Seidenstrasse“ wieder aufleben. Der Beitrag ist am 1.4.2015 in "wirtschaftsblatt.at" publiziert worden. Die Jury überzeugte die junge Wirtschaftsjournalistin durch ihre umfassende Recherche von Daten und Fakten, die selbst für fundierte Kenner der Staaten Mittel- und Osteuropas völlig neue und überraschende Erkenntnisse bringt. Überzeugt hat auch die ausgezeichnete leserfreundliche Aufbereitung.

Der von Matthias Auer, "Die Presse", eingereichte Beitrag "Leitls komplizierte Kammer" wurde von der Jury mit dem zweiten Anerkennungspreis ausgezeichnet. In seinem am 22. Februar 2015, also unmittelbar vor dem Start der Wirtschaftskammerwahlen 2015, in der Tageszeitung „Die Presse“ erschienen Beitrag analysiert der Autor, wohin jene rund 500 Millionen Euro fliessen, die Österreichs Unternehmer in "ihre" Wirtschaftskammer als Beiträge zahlen. Die Jury begründete ihre Entscheidung damit, dass in dem Beitrag "sachlich und ohne jede Polemik" die Strukturen der Wirtschaftskammer Österreich dargestellt und analysiert werden. Kritiker und Befürworter kämen zu Wort, der Vertretungsanspruch der Wirtschaftskammer, aber auch ihre Aktivitäten werden umfassend dargestellt.

Die LGT Bank Österreich prämiert jährlich herausragende redaktionelle Print- und Online-Artikel, die sich mit Themen aus der Wirtschafts- und Finanzwelt befassen. "Mit dem LGT Medienpreis würdigen wir die Bedeutung, die ein engagierter und qualifizierter Journalismus für das Verständnis wirtschaftlicher Strukturen und Entwicklungen hat. Jene, die schon in jungen Jahren in der Lage sind, diese Herausforderungen zu meistern, will die LGT Bank Österreich mit diesem Preis auszeichnen und fördern", so Meinhard Platzer, Co-CEO der LGT Bank Österreich bei seiner Begrüßungsrede.

Die Preise wurden von S.D. Prinz Philipp von und zu Liechtenstein, Chairman LGT, im Rahmen einer Veranstaltung im Stadtpalais Liechtenstein überreicht. Insgesamt 60 Beiträge haben am Wettbewerb um den LGT Medienpreis teilgenommen. Die fünfköpfige unabhängige Jury bewertete alle Wettbewerbsbeiträge in anonymisierter Form. Aus zehn nominierten Beiträgen prämierte die Jury einen Artikel mit dem LGT Medienpreis und zwei weitere mit Anerkennungspreisen. Der LGT Medienpreis ist insgesamt mit 6.000 Euro dotiert.

Demnächst wird der LGT Medienpreis 2017 ausgelobt.